Mittel im Sozialbereich für Qualifizierungschancen verwenden

Ausbildung Quelle: I-vista / pixelio.de

Wien (OTS) - Die AK begrüßt die Initiative von Sozialminister Alois Stöger für mehr Budgetmittel in die aktive Arbeitsmarktpolitik für Qualifizierung und Vermittlung. „Wir möchten, dass diese Mittel für die Fortführung des Fachkräftestipendiums eingesetzt werden.

Diese Maßnahme war eine Erfolgsgeschichte. Die Aussetzung des Fachkräftestipendiums aus Budgeteinschränkungen haben wir immer kritisiert“, sagt Alice Kundtner, Leiterin des Bereiches Soziales in der AK Wien. Strukturwandel und Digitalisierung der Wirtschaft führen zu hohem Fachkräftebedarf, Menschen mit maximal Pflichtschulabschluss sind besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen – gute Qualifikation wird immer wichtiger. Das AMS muss als zentraler Akteur auf dem Arbeitsmarkt eine wesentlichere Rolle spielen als bisher. Als reine Vermittlungsagentur wird das nicht funktionieren. Berufliche Ausbildung, Umschulung oder Höherqualifizierung oder die Integration in den Arbeitsmarkt werden immer stärker gefragt sein. „Wir müssen die aktive Arbeitsmarktpolitik in diese Richtung weiterentwickeln. Bildung und Integration müssen neben der Vermittlung zu gleichwertigen Schwerpunkten des AMS und der Arbeitsmarktpolitik werden“, verlangt Kundtner.

In einem ersten Schritt sollen die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung für Beschäftigte und Arbeitssuchende ausgebaut und verbessert werden. Mit einem Sofortprogramm von rund 170 Millionen Euro könnte das Fachkräftestipendium für bis zu 15.000 Menschen wieder aktiviert werden. Damit käme es neben einer Investition in sinnvolle Ausbildung auch gleichzeitig zu einer spürbaren Entlastung des Arbeitsmarktes.

Dringend notwendig ist auch eine bessere personelle Ausstattung des AMS. Individuelle Beratung und Betreuung durch das AMS ist ein Schlüsselfaktor bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt. Mit den derzeitigen Ressourcen ist dies angesichts der aktuellen Arbeitslosenzahlen nur schwer möglich.